Suprelorin Chip: Hormonchip beim Rüden

Beim Thema „Hund chippen“ kommt den meisten Hundehaltern als erstes der Mikrochip in den Sinn, mit dem einem Hund zur Identifikation ein Transponder mit einer unverwechselbaren Nummer unter die Haut gesetzt wird. Um diese Art Chip soll es hier nicht gehen, sondern um eine Art Entscheidungshilfe für jene Hundehalter, die sich mit dem Gedanken tragen, ihren Hund kastrieren zu lassen: der Kastrationschip.

Der Hormonchip beim Hund als „Kastration auf Probe“

Wer vor dem chirurgischen Eingriff der Kastration das Wesen seines Tieres nach dem Eingriff testen oder seinen Hund vorübergehend zeugungsunfähig machen möchte, hat die Möglichkeit, ihm einen Hormonchip einsetzen zu lassen. Der Hormonchip beim Rüden bewirkt eine Herabsetzung der Libido und der Fruchtbarkeit. Mit einer Wirkungsdauer von 6 Monaten oder 12 Monaten ist der Hormonchip für den Hund erhältlich. Bei Rüden, mit denen später noch gezüchtet werden soll, ist Vorsicht geboten, ebenso wie bei Rüden sehr großer oder sehr kleiner Hunderassen. In diesen Fällen sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt im Einzelfall abwägen, ob der Einsatz eines Kastrationschips bei dem Hund sinnvoll ist.

Hat der Kastrationschip beim Hund Nebenwirkungen?

Viele Rüdenbesitzer erhoffen sich, oft ermuntert durch den Rat selbst ernannter Hundetrainer, dass ihr Rüde nach einer Kastration leichter lenkbar ist und unerwünschte Verhaltensweisen ablegt. Doch das kann unwiderrufliche Folgen haben für den Hund. Hinzu kommt, dass eine Kastration allein aus
Erziehungsgründen weder tierschutzkonform ist noch in der Regel die Erwartungen erfüllt, die die Besitzer in den Eingriff gesetzt hatten. Denn etliche Verhaltensprobleme sind nicht sexuell motiviert und eine Kastration hätte demzufolge keinen Einfluss auf sie. Gewissenhafte Tierärzte lehnen daher eine Kastration als „Erziehungsersatz“ ab.

Abgesehen von lokalen Hautreaktionen sind keine direkten Nebenwirkungen des Kastrationschips bekannt. Allerdings muss mit den gleichen Auswirkungen wie bei einer chirurgischen Kastration gerechnet werden: Das Fell kann sich verändern, der Appetit kann größer werden, die Aktivität geringer, und es kann eine Harninkontinenz auftreten. Des Weiteren kann es zu Ängstlichkeit, Unsicherheit und Aggression kommen.

Ich berate Sie gerne ausführlich, wenn Sie Ihren Hund chippen lassen möchten!

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