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Sterilisation – das Tierwohl steht immer an erster Stelle

Die Kastration und Sterilisation bei Hunden und Katzen ist ein viel diskutiertes Thema. Es gibt zahlreiche Gründe, die für eine Kastration/Sterilisation, ebenso viele jedoch, die gegen einen derartig chirurgischen Eingriff sprechen. Bei der Entscheidung, ob ein Tier kastriert oder sterilisiert werden soll, spielen aber vor allem die Tierart und die jeweiligen Haltungsumstände eine Rolle.
Hund kastrieren/sterilisieren – wann ist der Eingriff sinnvoll?

Rüde kastrieren

Die Erziehungswissenschaftlerin und Hundeexpertin Frau Dr. Gabriele Niepel hat 2008 eine großangelegte Fragenbogenaktion ins Leben gerufen, um herauszufinden wann und weshalb Tierhalter ihre Hunde kastrieren lassen. Die Studie zeigte beim Thema „Rüde kastrieren“ ein klares Bild. Bei 25 % der Rüden wurde eine Kastration bereits vor dem erreichten Alter der Geschlechtsreife durchgeführt. 56 % der Rüden wurden vor der Vollendung des 2. Lebensjahres kastriert. Ganze 74 % der befragten Halter gaben als Grund für die Kastration Verhaltensmuster des Hundes an, welche durch die Kastration unterbunden werden sollten. Des Weiteren ergab die Studie, dass der Wunsch nach einer Kastration sank, wenn die Rüden ihre soziale Reife erreicht hatten.

Die Verhaltensänderung spielt beim Thema Rüden kastrieren eine große Rolle. Denn eine Veränderung des Verhaltens eines Hundes durch Kastration ist durchaus möglich. Durch den Eingriff der Kastration in den Organismus, wird der gesamte Hormonhaushalt des Hundes neu sortiert. Die Sexualhormone des Rüden sind mit zahlreichen anderen Hormonen verbunden, die unter anderem für soziale Bindungsbereitschaft, natürliche Aggressionsbereitschaft im sozialen Miteinander, Stressempfinden und Wohlgefühl sorgen. Wenn es um die Entscheidung geht, Rüden kastrieren oder nicht, darf das Alter des Hundes jedoch nie außer Acht gelassen werden. Denn viele dieser Hormone, welche durch die Kastration unterbunden und reguliert werden, braucht der junge Hund, um sich richtig zu entwickeln. Aus diesem Grund sollte eine Kastration vor dem Erreichen der Geschlechtsreife und der Pubertät nicht durchgeführt werden.

Die „Kastration auf Probe“ durch den Hormonchip für Rüden kann in vielen Fällen sinnvoll sein, denn von einer Kastration allein aus Erziehungsgründen ist abzuraten. Hier ist nicht nur mit dem Ausbleiben des gewünschten Erfolges zu rechnen. Ein chirurgischer Eingriff kann langfristig weitreichende Nebenwirkungen wie unter anderem Fellveränderungen, Harninkontinenz sowie Wesensveränderungen (Angst, Unsicherheit, Aggression) mit sich bringen.

Hündin sterilisieren

Wenn es um das Thema „Hündin sterilisieren, ja oder nein“ geht, sind sich Experten mittlerweile einig. Für eine Hündin ergeben sich durch den Eingriff zahlreiche medizinische Vorteile.

1. Gesäugeleistenkrebs (Mammatumore)
Diese Erkrankung ist in den meisten Fällen der Grund für eine frühzeitige Sterilisation einer Hündin. Studien haben ergeben, dass etwa 25 % der nicht sterilisierten Hündinnen im Laufe ihres Lebens einen solchen Tumor entwickeln. Dabei sind 60 % dieser Tumore bösartig und bilden bereits im Frühstadium Metastasen, insbesondere in der Lunge. Lassen Sie Ihre Hündin frühzeitig sterilisieren, so lässt sich diese Krankheit fast vollständig ausschließen. Selbst wenn die Krankheit dennoch auftreten sollte, ist sie in den meisten Fällen gutartig.

2. Gebärmuttervereiterungen (Pyometra)
Pyometra ist eine Krankheit, von der etwa ein Viertel der nicht sterilisierten Hündinnen betroffen sind. Oft wird die Krankheit zu spät erkannt, weshalb die Erkrankung in den meisten Fällen tödlich endet. Eine rechtzeitige Sterilisation ist in diesem Fall die beste Vorsorgemaßnahme. Zwar gibt es mittlerweile Studien, welche von einer Sterilisation vor der ersten Läufigkeit abraten, da der Eingriff Risiken birgt, dennoch ist die Sterilisation in den meisten (medizinisch begründeten) Fällen eine legitime und richtige Entscheidung.

Dennoch handelt es sich bei einer Sterilisation um einen großen chirurgischen Eingriff für Ihre Hündin. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, sich vorab von dem Tierarzt Ihres Vertrauens ausführlich über mögliche Nebenwirkungen beraten zu lassen und die Entscheidung dafür oder dagegen gut abzuwägen.

Katze kastrieren/sterilisieren – zum Wohl des Tierschutzes?

Wie auch bei Hunden birgt das Kastrieren/Sterilisieren eines Katers neben dem des ungewollten Nachwuchses mehrere Vorteile. Zum einen wird der Stubentiger durch den Eingriff zutraulicher und weniger aggressiv und zum anderen ändert sich sein Revierverhalten. Das heißt, sein Revier verkleinert sich, wodurch sich die Gefahr von Kämpfen und Unfällen verringert. Darüber hinaus unterlässt der Kater nach der Sterilisierung das unangenehme Markieren in der Wohnung, während Studien ergeben haben, dass sich die Lebenserwartung von kastrierten Stubentigern verlängert.

Zu unterscheiden ist die Sterilisation von der Kastration, da man sowohl Kater als auch Katze sterilisieren oder kastrieren kann. Bei der Kastration werden die Hormon-produzierenden Organe beziehungsweise Drüsen vollständig entfernt. Das heißt, bei der Katze die Eierstöcke und beim Kater die Hoden. Die Kastration gilt bei Medizinern als Standardeingriff und wird auch von den meisten Tierärzten so durchgeführt. Bei der Sterilisation hingegen werden die Samenleiter beim Kater und die Eileiter bei Katzen durchtrennt beziehungsweise abgebunden. Eine Befruchtung ist nach beiden Arten des Eingriffes nicht mehr möglich. Allerdings bleiben die Hormonproduktion und somit der Fortpflanzungstrieb bei der Sterilisation erhalten.

Katze kastrieren Erding – diese Möglichkeiten gibt es

Die Tierärztin Frau Alexandra Häckel aus Erding berät Sie gerne ausgiebig, um abzuwägen, ob eine Sterilisation oder eine Kastration für Ihren Vierbeiner infrage kommt und welcher Eingriff geeignet wäre. Zusätzlich zu den üblichen Eingriffen zur Vermeidung ungewollten Nachwuchses bietet sie außerdem die Behandlung mit dem sogenannten Kastrationschip an. Dieser Chip, auch bekannt als „Kastration auf Probe“ dient dem Besitzer als Einblick in die Welt nach dem eigentlichen Eingriff. Das heißt, dem Tier wird ein Hormonchip injiziert, welcher die Libido und die Fruchtbarkeit herabsetzt. Somit bekommt der Besitzer ein Gefühl für das Verhalten seines Tieres nach der eigentlichen Sterilisation/Kastration.

Bei weiteren Fragen zum Thema Sterilisation/Kastration Ihres Haustiers steht Frau Häckel Ihnen gerne zur Verfügung.

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